

Der Arminia-Endspurt
Bei Toshages wird es am Samstagnachmittag ein bisschen kompliziert. Die zehnjährige Ellen wird am Abend zu einer Musical-Aufführung im Steinhagener Gymnasium erwartet – das könnte knapp werden. Denn vorher ist die Familie schließlich noch beim Daumen drücken und Mitfiebern für den DSC gefordert. Wenn die Mannschaft von Arminia Bielefeld in Stuttgart um den Verbleib in der ersten Fußball-Bundesliga kämpft. Die Steinhagener Familie will auf jeden Fall ab 14.30 Uhr in der Schüco-Arena beim öffentlichen Fernsehgucken dabei sein. „Wir schaffen das“, sagt Vater Hanno Toshage. Und meint den Klassenerhalt, die pünktliche Rückfahrt zur Schule und die Aufführung der Tochter. Egal, wie es ausgeht, Ellen werde sich in keinster Weise beeinflussen lassen, wenn sie abends ihre Rolle beim Musical spielt, sagt der Papa. Generell sei die Situation – für und rund um Arminia Bielefeld – „an Spannung ja kaum noch auszuhalten“, sagt erneut der Papa – und spricht wieder für seine Frau Minette und die beiden Mädchen Ellen und
Lucy (8).
Lucy indes hat den alles entscheidenden Tipp für die Mannschaft parat: In einem für die NW nachgestellten Gespräch mit ihrem Lieblingsspieler Jonas Kamper nimmt sie seinen berühmt gewordenen Satz „We have to fight weiter“ auf, stellt ein „Lucy“ voran und antwortet ihm: „Ja, Jonas, but until the last Sekunde!“. Zwei Dauerkarten gibt es in der Familie Toshage, den Platz in der Schüco-Arena nimmt bei den Heimspielen ein, wer gerade Zeit hat. An diesem Samstag wollen sie alle in der Schüco-Arena jubeln, wenn der Klassenerhalt geschafft ist.
Das will auch Mehmet Sabanci. Und es damit den Kollegen zeigen, die bereits feixten, als er im März seinen Beitrag für die Serie der Neuen Westfälischen, „Was tust Du für Arminia?“, kreierte und seinerzeit behauptete, damit „in die Zeitung“ zu kommen: Er gestaltete seinen Gabelstapler bei der Firma August Strothlücke GmbH & Co. KG in Verl in den Vereinsfarben Schwarz-Weiß-Blau. Und malte noch ein DSC-Logo drauf.
Und der Chef machte das mit? Klar machte er, denn „der Junior-Chef ist auch Arminia-Fan“. Selbstverständlich ist das nicht, denn der Betrieb hat seinen Sitz im Kreis Gütersloh. Dort kann auch für Verl oder Gütersloh gejubelt werden. Für Mehmet Sabanci zählt aber nur Arminia – und das zeigt er eben auch mit seinem Gabelstapler.
Quelle: Neue Westfälische
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